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Projekt & Methodik · Aufträge abwickeln

Aufträge im eigenen Berufsumfeld selbstständig durchführen

Du lernst, einen Auftrag von der ersten unklaren Anfrage bis zur sauberen Übergabe selbst zu steuern, statt einfach drauflos zu arbeiten.

Einstieg Einstieg ca. 15 Std. SelbststudiumApplikationsentwicklung: 1. Lehrjahr · BerufsfachschulePlattformentwicklung: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleMediamatik: 2. Lehrjahr · Berufsfachschule
#IPERKA#Auftragsklärung#Arbeitsplanung#Entscheidungsmatrix#Arbeitsjournal#Testprotokoll#Reflexion#Selbstorganisation

Überblick

Worum geht es?

Im Lehrbetrieb bekommst du schon bald eigene Aufträge: einen Arbeitsplatz einrichten, ein kleines Skript schreiben, eine Anleitung erstellen. Dieses Modul gibt dir ein Vorgehen dafür. Du klärst zuerst, was genau gewünscht ist, planst die Arbeit in überschaubare Schritte, entscheidest dich begründet für eine Lösung und führst ein Arbeitsjournal. Am Schluss prüfst du dein Ergebnis gegen die Anforderungen, übergibst es und schaust zurück, was du beim nächsten Mal besser machst.

Wofür brauchst du das?

Berufsbildner:innen beurteilen dich nicht nur danach, ob etwas am Ende funktioniert, sondern auch, ob du zuverlässig planst, nachfragst und sauber dokumentierst. Genau diese Arbeitsweise wird in jeder Praxisaufgabe, in der IPA am Ende der Lehre und in Modulen wie 306 (Kleinprojekte) erwartet. Wer sie früh beherrscht, bekommt schneller verantwortungsvolle Aufträge.

Das solltest du schon können

  • Einfache Office-Werkzeuge bedienen: Tabelle anlegen, Dokument formatieren, Dateien strukturiert ablegen
  • Eine E-Mail oder Teams-Nachricht sachlich und verständlich formulieren
  • Erste Erfahrungen mit kleinen Arbeiten im Lehrbetrieb, z.B. Geräte vorbereiten oder Support-Tickets mitverfolgen

Typische Tools & Technologien

Microsoft Planner / TrelloExcel / Google SheetsOneNote / ConfluenceMicrosoft Teamsdraw.ioToggl Track / Clockify

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Einen Auftrag mit gezielten Rückfragen vollständig klären

    Kompetenz A

    Viele Aufträge kommen als ein Satz im Gang oder per Chat. Du stellst Fragen nach Ziel, Umfang, Termin, Ansprechperson und Abnahmekriterien und hältst die Antworten schriftlich fest. Erst dann weisst du, was 'fertig' bedeutet.

    Situation

    Deine Berufsbildnerin schreibt: 'Kannst du für die neue Kollegin im Treuhandteam alles vorbereiten? Sie startet am Montag.'

    Deine Aufgabe

    Kläre, was 'alles' heisst, bevor du beginnst.

    Gutes Ergebnis

    Eine kurze Auftragsnotiz: Laptop mit Windows 11 und Office, Benutzerkonto im AD mit Gruppe 'Treuhand', Zugriff auf das Laufwerk T:, Headset, Bereitschaft bis Freitag 16 Uhr. Abnahme: Kollegin kann sich am Montag um 8 Uhr anmelden und Outlook öffnen. Die Notiz wird per Teams bestätigt.

    W-FragenZiel und AbgrenzungAbnahmekriterienAuftragsbestätigung
  2. 2

    Die Arbeit in Teilschritte mit Zeitschätzung und Reihenfolge zerlegen

    Kompetenz B

    Du teilst den Auftrag in Arbeitspakete, die je höchstens einen halben Tag dauern, schätzt den Aufwand und erkennst Abhängigkeiten. Einen Puffer planst du bewusst ein, weil im Betrieb immer etwas dazwischenkommt.

    Situation

    Du sollst für die Schulungsräume 12 Notebooks neu aufsetzen und brauchst dafür Lizenzschlüssel vom Einkauf.

    Deine Aufgabe

    Erstelle einen Arbeitsplan für die Woche.

    Gutes Ergebnis

    Ein Planner-Board mit sieben Karten, z.B. 'Lizenzen anfragen' (Montag, wartet auf Einkauf), 'Image erstellen' (3 Std.), 'Notebooks verteilen und testen' (2 Std.). Total 14 Std. plus 3 Std. Puffer. Die Lizenzanfrage steht ganz vorne, weil alles andere davon abhängt.

    ArbeitspaketAufwandschätzungAbhängigkeitPufferMeilenstein
  3. 3

    Lösungsvarianten mit einer gewichteten Entscheidungsmatrix vergleichen

    Kompetenz C

    Oft gibt es mehrere Wege zum Ziel. Du definierst Kriterien, gewichtest sie nach dem, was dem Auftraggeber wichtig ist, und bewertest jede Variante. So ist dein Entscheid nachvollziehbar und nicht bloss Bauchgefühl.

    Situation

    Das Sekretariat will Dateien mit externen Partnern teilen und fragt, ob ihr OneDrive-Links, einen eigenen Nextcloud-Server oder WeTransfer verwenden sollt.

    Deine Aufgabe

    Bereite einen begründeten Vorschlag vor.

    Gutes Ergebnis

    Matrix mit den Kriterien Datenschutz (Gewicht 30 %), Kosten (25 %), Bedienbarkeit (25 %) und Aufwand für die IT (20 %). OneDrive erreicht 4.2 von 5 Punkten, weil die Lizenz schon vorhanden ist und Ablaufdaten für Links gesetzt werden können. Der Vorschlag passt auf eine A4-Seite.

    NutzwertanalyseKriteriumGewichtungVarianteBegründung
  4. 4

    Ein Arbeitsjournal führen und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren

    Kompetenz D

    Du notierst täglich, was du gemacht hast, wie lange es gedauert hat, welche Probleme auftraten und was du gelernt hast. Zusätzlich hältst du technische Schritte so fest, dass eine andere Person sie wiederholen kann.

    Situation

    Beim Einrichten eines Netzwerkdruckers verlierst du zwei Stunden, weil der Treiber nicht passt. Eine Woche später hat ein Kollege dasselbe Problem.

    Deine Aufgabe

    Halte den Vorfall so fest, dass er beim nächsten Mal in fünf Minuten gelöst ist.

    Gutes Ergebnis

    Journaleintrag mit Datum, Soll 1 Std., Ist 3 Std., Ursache (Universal-Treiber druckt keine Duplex-Aufträge) und Lösung (herstellerspezifischen PCL6-Treiber über das Druckserver-Share verteilen). Dazu eine kurze Anleitung mit Screenshots im Confluence.

    ArbeitsjournalSoll-Ist-VergleichAnleitungVersionierung von Dokumenten
  5. 5

    Das Ergebnis mit einem Testprotokoll gegen die Anforderungen prüfen

    Kompetenz E

    Bevor du etwas als erledigt meldest, prüfst du jeden Abnahmepunkt einzeln und hältst Erwartung, tatsächliches Ergebnis und Status fest. Fehler behebst du, bevor die Auftraggeberin sie findet.

    Situation

    Du hast den Laptop für die neue Treuhand-Kollegin vorbereitet und willst ihn übergeben.

    Deine Aufgabe

    Erstelle ein Testprotokoll für die vereinbarten Abnahmekriterien.

    Gutes Ergebnis

    Tabelle mit sechs Testfällen, z.B. 'Login mit neuem Konto' (ok), 'Laufwerk T: verbunden' (nicht ok, falsche Gruppe), 'Outlook-Postfach öffnet' (ok). Den Fehler mit der Gruppe korrigierst du, testest erneut und vermerkst den zweiten Durchlauf mit Datum.

    TestfallErwartetes ErgebnisAbnahmeNachtest
  6. 6

    Den Auftrag auswerten und konkrete Verbesserungen ableiten

    Kompetenz F

    Nach der Übergabe schaust du ehrlich zurück: Was lief gut, wo lagen Schätzung und Realität auseinander, was machst du nächstes Mal anders? Gute Reflexionen sind konkret und führen zu einer Massnahme, nicht zu 'nächstes Mal besser planen'.

    Situation

    Die Notebook-Installation dauerte 21 statt 17 Stunden.

    Deine Aufgabe

    Schreibe eine Reflexion für deinen Lernbericht.

    Gutes Ergebnis

    Drei Punkte: Die Lizenzanfrage kam zu spät zurück, deshalb nächstes Mal am ersten Tag morgens anfragen und nachfassen. Das Image war gut, weil ein Testgerät zuerst geprüft wurde. Windows-Updates wurden nicht eingeplant, nächstes Mal 30 Minuten pro Gerät reservieren.

    AuswertungLessons LearnedMassnahmeLernbericht

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Auftrag klären

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Arbeit planen

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Varianten entscheiden

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Arbeitsjournal und Dokumentation

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Ergebnis prüfen

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Reflektieren und verbessern

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Der neue Empfang der Tierarztpraxis in Thun

Nora ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachfrau bei einer Tierarztpraxis-Gruppe mit drei Standorten in der Region Bern, 40 Mitarbeitende. Der neue Standort in Thun eröffnet in drei Wochen. Die Praxismanagerin sagt nur: «Mach bitte den Empfang bereit.»

  1. Kapitel 1

    «Mach bitte den Empfang bereit»

    Nora bereitet acht Rückfragen vor: Wann ist die Eröffnung, wie viele Arbeitsplätze, welche Praxissoftware, braucht es einen Etikettendrucker für Medikamente, wie wird telefoniert, wer nimmt ab? Daraus schreibt sie eine Auftragsnotiz mit fünf Abnahmekriterien. Die Praxismanagerin ergänzt, dass das Kartenterminal nicht dazugehört, weil der Lieferant es selbst installiert.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Elf Arbeitspakete

    In Planner zerlegt Nora den Auftrag in elf Arbeitspakete und schätzt insgesamt 16 Stunden. Der Etikettendrucker hat fünf Arbeitstage Lieferfrist, also bestellt sie ihn zuerst. Der Netzwerkanschluss hängt vom Elektriker ab, den sie für den zweiten Tag einplant. Dazu rechnet sie 20 Prozent Puffer ein.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Welcher Drucker?

    Für den Etikettendrucker vergleicht Nora drei Varianten: dasselbe Modell wie in Bern, ein günstigeres Modell und einen Netzwerkdrucker. In ihrer Matrix gewichtet sie Kompatibilität mit der Praxissoftware mit 40 Prozent, Wartung mit 25, Kosten mit 20 und Tempo mit 15 Prozent. Das bekannte Modell gewinnt mit 4.3 Punkten. Als ihr Berufsbildner fragt, warum nicht das günstigere, zeigt sie ihm die Gewichtung.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    Das Journal rettet den Freitag

    Nora schreibt jeden Tag Zeit, Tätigkeit, Probleme und Lösungen in ihr Journal in OneNote. Am Mittwoch druckt die Praxissoftware die Etiketten verschoben, nach 90 Minuten findet sie die Ursache: Im Treiber war das falsche Papierformat eingestellt. Sie notiert die Lösung mit Screenshot. Als am Freitag am zweiten Arbeitsplatz dasselbe passiert, ist es in fünf Minuten erledigt.

    Ziel 4

  5. Kapitel 5

    Abnahme und Rückblick

    Aus den Abnahmekriterien leitet Nora zwölf Testfälle ab, einer schlägt fehl: Ein Anruf klingelt nur an einem der beiden Arbeitsplätze. Sie korrigiert die Anrufgruppe, testet nochmals, und die Praxismanagerin unterschreibt die Abnahme. Gebraucht hat sie 19 statt 16 Stunden. In ihrer Reflexion hält sie fest, dass sie Lieferfristen früher abklären und den Testplan schon beim Planen schreiben will.

    Ziel 5Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Das Vorgehen kennenlernen

    ca. 2 Std.

    Du lernst ein Modell mit sechs Phasen kennen, wie es in Schweizer Lehrbetrieben verbreitet ist: Informieren, Planen, Entscheiden, Realisieren, Kontrollieren, Auswerten. Danach weisst du bei jedem Auftrag, wo du gerade stehst.

    • Einen Auftrag, den du kürzlich erledigt hast, nachträglich den sechs Phasen zuordnen
    • Notieren, welche Phase du übersprungen hast und welche Folgen das hatte
    • Eine Checkliste mit zwei bis drei Fragen pro Phase für dein Notizbuch erstellen

    Trainiert Kompetenz A1F1

    Lernziel16

  2. 2

    Aufträge klären

    ca. 2 Std.

    Du übst, aus vagen Aufträgen eine klare Auftragsnotiz mit Zielen und Abnahmekriterien zu machen.

    • Fünf unklare Aufträge aus dem Betriebsalltag in Rückfragen umformulieren
    • Eine Vorlage 'Auftragsnotiz' mit Ziel, Umfang, Termin, Ansprechperson und Abnahme erstellen
    • Eine Auftragsklärung im Rollenspiel mit einer Kollegin oder einem Tutor durchspielen

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  3. 3

    Planen und entscheiden

    ca. 3 Std.

    Du zerlegst einen Auftrag in Arbeitspakete, schätzt den Aufwand und triffst eine Variantenentscheidung mit einer Matrix.

    • Ein Planner- oder Trello-Board für einen echten Auftrag aufbauen
    • Eine Entscheidungsmatrix in Excel mit Gewichtung als Formel umsetzen
    • Die Matrix einer Person vorstellen und ihre Rückfragen beantworten

    Trainiert Kompetenz B1B2C1C2

    Lernziel23

  4. 4

    Umsetzen und dokumentieren

    ca. 3 Std.

    Während der Umsetzung führst du konsequent dein Journal und dokumentierst technische Schritte so, dass andere sie nachmachen können.

    • Eine Woche lang täglich zehn Minuten Journal schreiben, mit Soll- und Ist-Zeit
    • Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Screenshots für eine wiederkehrende Aufgabe erstellen
    • Die Anleitung von jemand anderem testen lassen und Unklarheiten verbessern

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    Kontrollieren und übergeben

    ca. 2 Std.

    Du leitest Testfälle aus den Abnahmekriterien ab, protokollierst Tests und bereitest eine Übergabe vor.

    • Aus einer Auftragsnotiz ein Testprotokoll mit mindestens fünf Testfällen ableiten
    • Einen Fehler absichtlich einbauen lassen und mit dem Protokoll finden
    • Eine kurze Übergabe-Nachricht an die Auftraggeberin formulieren

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  6. 6

    Gesamtauftrag mit Auswertung

    ca. 3 Std.

    Du wickelst einen kleinen Auftrag komplett ab, wie im Kompetenznachweis, und schliesst mit einer Reflexion ab.

    • Einen realistischen Auftrag von der Klärung bis zum Testprotokoll durchziehen
    • Soll- und Ist-Aufwand vergleichen und Abweichungen begründen
    • Drei konkrete Verbesserungen für den nächsten Auftrag festhalten

    Trainiert Kompetenz A2B3E2F2

    Lernziel1256

Üben

Übungen aus der Praxis

Sitzungszimmer mit Bildschirm ausrüsten

Einstieg Einstieg

Die Geschäftsleitung eines Architekturbüros in Winterthur möchte, dass im Sitzungszimmer 'Präsentationen einfach funktionieren'. Mehr steht nicht im Auftrag.

Weist nach A1

  1. Mindestens sechs Rückfragen formulieren, die den Auftrag klären
  2. Mögliche Antworten annehmen und daraus eine Auftragsnotiz schreiben
  3. Drei messbare Abnahmekriterien festlegen
Tipp anzeigen

Denk an alle, die das Zimmer nutzen: eigene Laptops, Gäste mit MacBook, Teams-Calls mit externen Personen.

Lösungsskizze anzeigen

Rückfragen zu Budget, Anzahl Personen, Geräten der Nutzer:innen (USB-C, HDMI, kabellos), Videokonferenz ja oder nein, Termin und Ansprechperson. Abnahme z.B.: 'Ein Windows- und ein Mac-Laptop zeigen innert 30 Sekunden ein Bild', 'Teams-Call mit Kamera und Raummikrofon funktioniert'.

Passwortmanager für ein Team auswählen

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Team von acht Personen in einer Gemeindeverwaltung speichert Zugangsdaten in einer Excel-Datei. Du sollst eine bessere Lösung vorschlagen und die Einführung planen.

Weist nach B2C2

  1. Drei Varianten auswählen, z.B. Bitwarden, KeePassXC mit geteilter Datei und 1Password
  2. Eine gewichtete Entscheidungsmatrix mit mindestens fünf Kriterien erstellen
  3. Für die Siegervariante einen Arbeitsplan mit Arbeitspaketen, Schätzung und Puffer erstellen
  4. Die Empfehlung in fünf Sätzen begründen
Tipp anzeigen

Bei einer Verwaltung zählen Datenhaltung in der Schweiz oder EU und die Rechteverwaltung pro Person besonders. Gewichte entsprechend.

Lösungsskizze anzeigen

Kriterien z.B. Datenstandort, gemeinsame Tresore mit Rechten, Kosten pro Jahr in CHF, Bedienbarkeit, Aufwand für die IT. Plan mit Paketen wie Testkonto, Import aus Excel, Schulung von 30 Minuten, Löschen der Excel-Datei und Kontrolle, dass sie nirgends mehr liegt.

Onboarding-Auftrag komplett abwickeln

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

In deinem Lehrbetrieb starten in zwei Wochen drei neue Lernende. Du erhältst den Auftrag, ihre Arbeitsplätze und Konten bereitzustellen und eine Willkommens-Anleitung zu schreiben.

Weist nach A3B3D3E3F3

  1. Auftrag klären und als Notiz bestätigen lassen
  2. Arbeitsplan mit Abhängigkeiten erstellen (z.B. Hardware-Lieferung, HR-Daten)
  3. Journal über die simulierte Umsetzung führen, inklusive eines unerwarteten Problems
  4. Testprotokoll für alle Abnahmekriterien ausfüllen
  5. Reflexion mit Soll-Ist-Vergleich und drei Massnahmen schreiben
Tipp anzeigen

Die HR-Daten (Namen, Startdatum, Abteilung) sind eine typische Abhängigkeit, die zu spät kommt. Plane einen Termin zum Nachfassen ein.

Lösungsskizze anzeigen

Notiz mit Abnahme 'Lernende melden sich am ersten Tag an, öffnen Teams und finden die Anleitung im Intranet'. Plan mit rund 10 Paketen und 20 % Puffer. Journal zeigt z.B. eine verspätete Laptop-Lieferung und die gewählte Übergangslösung. Testprotokoll mit Nachtest. Reflexion mit messbaren Massnahmen.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Wofür stehen die sechs Buchstaben von IPERKA?

Informieren, Planen, Entscheiden, Realisieren, Kontrollieren, Auswerten.

Warum hältst du eine mündliche Auftragsklärung schriftlich fest?

Damit beide dasselbe Verständnis haben und du dich bei der Abnahme auf vereinbarte Kriterien stützen kannst.

Was ist ein gutes Abnahmekriterium?

Eines, das man eindeutig mit ja oder nein prüfen kann, z.B. 'Login funktioniert mit dem neuen Konto', nicht 'alles läuft gut'.

Wozu dient die Gewichtung in einer Entscheidungsmatrix?

Sie bildet ab, wie wichtig jedes Kriterium für den Auftraggeber ist. Ohne Gewichtung zählt ein Nebenkriterium gleich viel wie ein entscheidendes.

Was gehört in einen Journaleintrag?

Datum, erledigte Arbeiten, geplanter und tatsächlicher Aufwand, aufgetretene Probleme mit Lösung und eine kurze Erkenntnis.

Wie viel Puffer ist bei kleinen Aufträgen sinnvoll?

Erfahrungsgemäss 15 bis 25 % des geschätzten Aufwands, bei vielen externen Abhängigkeiten eher mehr.

Was unterscheidet eine gute von einer schwachen Reflexion?

Eine gute benennt eine konkrete Ursache und eine überprüfbare Massnahme. Eine schwache bleibt allgemein, z.B. 'Ich muss besser planen'.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Sofort mit der Umsetzung beginnen, ohne Abnahmekriterien zu kennen, und am Schluss etwas abliefern, das niemand so wollte.
  • Das Journal erst am Ende der Woche aus dem Gedächtnis schreiben. Dann fehlen die Zeiten und die wertvollen Details zu Problemen.
  • Eine Entscheidungsmatrix so lange anpassen, bis die eigene Lieblingslösung gewinnt.
  • Selbst testen, aber nichts protokollieren. Ohne Protokoll kannst du nicht belegen, was geprüft wurde.
  • Zu spät melden, wenn ein Termin nicht hält. Früh informieren ist im Betrieb immer besser als still zu hoffen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Lies die Aufgabenstellung zweimal und markiere alle Anforderungen. Jede davon wird zu einem Abnahmekriterium.
  • Plane in der Prüfung sichtbar: eine kurze Tabelle mit Schritten und Zeiten bringt Punkte, auch wenn nicht alles fertig wird.
  • Begründe Entscheide immer mit Kriterien, nicht mit 'finde ich besser'.
  • Reserviere die letzten 15 Minuten für Kontrolle und Reflexion. Diese Teile werden oft vergessen und sind leicht verdiente Punkte.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

IPERKA
Sechsstufiges Vorgehensmodell für Aufträge: Informieren, Planen, Entscheiden, Realisieren, Kontrollieren, Auswerten.
Abnahmekriterium
Prüfbare Bedingung, die erfüllt sein muss, damit ein Auftrag als erledigt gilt.
Arbeitspaket
Abgeschlossene Teilaufgabe mit klarem Ergebnis und geschätztem Aufwand.
Nutzwertanalyse
Bewertung von Varianten anhand gewichteter Kriterien, auch Entscheidungsmatrix genannt.
Arbeitsjournal
Laufende Aufzeichnung der eigenen Arbeit mit Zeiten, Problemen und Erkenntnissen.
Testprotokoll
Tabelle mit Testfällen, erwartetem und tatsächlichem Ergebnis sowie Status.
Puffer
Bewusst eingeplante Reservezeit für Unvorhergesehenes.
Lessons Learned
Festgehaltene Erkenntnisse aus einem abgeschlossenen Auftrag, die beim nächsten Mal genutzt werden.

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KI-Tutor · Modul 164Nur Tipps

Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

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So helfen wir dir bei Modul 431

  • Wir nehmen einen echten Auftrag aus deinem Lehrbetrieb und formulieren gemeinsam die Rückfragen und Abnahmekriterien, bevor du loslegst.
  • Wir bauen mit dir eine Entscheidungsmatrix in Excel auf, inklusive Gewichtung als Formel, und prüfen, ob deine Kriterien fair sind.
  • Wir lesen dein Arbeitsjournal und deine Reflexion und zeigen dir, wie du aus allgemeinen Sätzen konkrete Massnahmen machst.
  • Vor dem Kompetenznachweis spielen wir einen Auftrag unter Zeitdruck durch, von der Klärung bis zum Testprotokoll.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

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