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Projekt & Methodik · Benutzer instruieren

Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit Informatikmitteln instruieren

Du lernst, Mitarbeitenden ein neues Gerät oder Programm so zu erklären, dass sie danach wirklich selbstständig damit arbeiten können.

Einstieg Einstieg ca. 16 Std. SelbststudiumICT-Fachleute: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · Berufsfachschule
#Instruktion#Schulung#Anleitung#Didaktik#Benutzersupport#Quick Reference Card#Feedback#Kommunikation

Überblick

Worum geht es?

Im Support merkst du schnell: Eine Lösung einzurichten ist nur die halbe Arbeit. Die Leute müssen sie auch bedienen können. In diesem Modul klärst du ab, was eine Zielgruppe schon kann und was ihr fehlt, planst eine kurze Instruktion mit klaren Lernzielen, erstellst eine verständliche Anleitung mit Screenshots und führst die Schulung vor Ort oder per Teams durch. Am Ende prüfst du, ob die Teilnehmenden das Gelernte anwenden können, und verbesserst deine Unterlagen anhand ihres Feedbacks.

Wofür brauchst du das?

Jede neue Software, jeder neue Drucker und jede Umstellung, etwa auf Multifaktor-Authentifizierung oder OneDrive, erzeugt Tickets, wenn niemand erklärt, wie es geht. Eine gute Instruktion von 20 Minuten spart dem Servicedesk oft Dutzende Anrufe. Diese Fähigkeit brauchst du im Alltag als ICT-Fachperson ständig, und sie ist die Basis für Module wie 437 (Supportarbeiten) und 369 (Konflikte im Support).

Das solltest du schon können

  • Einen Windows-Arbeitsplatz mit Microsoft 365 einrichten und die wichtigsten Funktionen selbst sicher bedienen (Modul 187)
  • Screenshots erstellen, beschriften und in ein Word-Dokument einfügen
  • Vor einer kleinen Gruppe sprechen, ohne alles abzulesen

Typische Tools & Technologien

Microsoft WordPowerPointMicrosoft TeamsSnagit / GreenshotMicrosoft FormsOneNoteClipchamp / OBS Studio

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Vorwissen und Lernbedarf der Zielgruppe abklären

    Kompetenz A

    Bevor du etwas erklärst, findest du heraus, wer vor dir sitzt: Was können die Leute schon, was brauchen sie im Arbeitsalltag wirklich und wo haben sie Angst vor Fehlern? Daraus leitest du ab, was in die Instruktion gehört und was du weglässt.

    Situation

    Ein Treuhandbüro in Aarau mit 12 Mitarbeitenden stellt von Laufwerk H: auf OneDrive und SharePoint um. Zwei Personen sind über 60 und arbeiten seit 20 Jahren mit dem Explorer.

    Deine Aufgabe

    Kläre mit einem kurzen Fragebogen und zwei Gesprächen ab, welche Funktionen die Mitarbeitenden täglich brauchen.

    Gutes Ergebnis

    Ergebnis: Alle müssen Dateien öffnen, speichern und teilen. Versionsverlauf und Offline-Synchronisation brauchen nur drei Personen. Du planst zwei Gruppen: Basis (45 Min.) und Vertiefung (30 Min.).

    ZielgruppenanalyseVorwissenLernbedarfBedarfsabklärung
  2. 2

    Eine Instruktion mit messbaren Lernzielen und Ablaufplan planen

    Kompetenz B

    Du formulierst, was die Teilnehmenden nach der Schulung konkret können sollen, und baust daraus einen Ablauf mit Zeiten, Methoden und Material. So weisst du jederzeit, wo du stehst, und überziehst nicht.

    Situation

    Eine Arztpraxis in Winterthur führt Multifaktor-Authentifizierung mit dem Microsoft Authenticator ein. Die MPA haben pro Person 20 Minuten Zeit zwischen den Sprechstunden.

    Deine Aufgabe

    Plane die Instruktion mit Lernziel, Ablauf und benötigtem Material.

    Gutes Ergebnis

    Lernziel: «Du kannst dich am Praxis-PC mit Passwort und Authenticator-Bestätigung anmelden und weisst, wen du bei einem neuen Handy anrufst.» Ablauf: 3 Min. Warum, 7 Min. vorzeigen, 8 Min. selbst einrichten, 2 Min. Fragen. Material: Testkonto, Anleitung A4, eigenes Handy der MPA.

    LernzielSMARTAblaufplanZeitplanungMethodenwahl
  3. 3

    Verständliche Anleitungen und Kurzreferenzen erstellen

    Kompetenz C

    Du schreibst Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit nummerierten Schritten, einer Handlung pro Schritt und markierten Screenshots. Für den Arbeitsplatz erstellst du eine einseitige Kurzreferenz, die man neben den Bildschirm legen kann.

    Situation

    In einer Gemeindeverwaltung wurden neue Multifunktionsgeräte mit Follow-Me-Printing installiert. Seit Montag liegen jeden Tag Ausdrucke im Fach, die niemand abholt.

    Deine Aufgabe

    Erstelle eine Kurzreferenz für das Drucken und Freigeben am Gerät.

    Gutes Ergebnis

    Eine A5-Karte mit 4 Schritten: Drucken wie gewohnt, zum Gerät gehen, Badge an den Leser halten, Auftrag auswählen und «Drucken» tippen. Jeder Schritt mit Foto des Displays und rotem Rahmen um die richtige Taste. Dazu der Hinweis: Aufträge werden nach 24 Stunden gelöscht.

    Schritt-für-Schritt-AnleitungQuick Reference CardScreenshot-MarkierungCorporate DesignLesbarkeit
  4. 4

    Eine Schulung vor Ort oder online durchführen

    Kompetenz D

    Du führst die Instruktion so durch, dass die Teilnehmenden selbst klicken und nicht nur zuschauen. Bewährt hat sich: erklären, vorzeigen, nachmachen lassen, selbstständig üben. Online in Teams teilst du nur ein Fenster und arbeitest langsamer als gewohnt.

    Situation

    Ein Logistikbetrieb in Dietikon stellt die Telefonie auf Teams um. Sechs Disponentinnen und Disponenten sollen lernen, Anrufe anzunehmen, weiterzuleiten und zu parken.

    Deine Aufgabe

    Führe eine 30-minütige Schulung am Arbeitsplatz der Teilnehmenden durch.

    Gutes Ergebnis

    Du zeigst jede Funktion einmal mit einem Testanruf vom Diensthandy vor. Danach ruft eine Person die andere an und leitet weiter. Am Schluss löst jede Person eine Aufgabe ohne Hilfe: einen Anruf an die Buchhaltung übergeben.

    Vier-Stufen-MethodeVormachen und NachmachenPräsentationstechnikOnline-SchulungBildschirmfreigabe
  5. 5

    Auf Fragen und Unsicherheiten verständlich eingehen

    Kompetenz D

    Du hörst genau zu, fragst nach, wenn etwas unklar ist, und erklärst ohne Fachbegriffe oder mit einem Vergleich aus dem Alltag. Du bleibst geduldig, auch bei der dritten gleichen Frage, und merkst, wann jemand einzeln Hilfe braucht.

    Situation

    Während der OneDrive-Schulung fragt ein Mitarbeiter: «Und wenn das Internet ausfällt, ist dann alles weg?»

    Deine Aufgabe

    Beantworte die Frage so, dass er beruhigt ist und den Mechanismus versteht.

    Gutes Ergebnis

    Du erklärst: «Die Dateien liegen sicher im Rechenzentrum von Microsoft. Dateien mit grünem Häkchen sind zusätzlich auf deinem Laptop und lassen sich auch ohne Internet öffnen, Dateien mit Wolke nur online. Was du sicher offline brauchst, stellst du auf 'Immer auf diesem Gerät beibehalten'. Sobald du wieder online bist, gleicht OneDrive alles ab.» Danach zeigst du das grüne Häkchen und die Wolke im Explorer.

    Aktives ZuhörenOffene und geschlossene FragenFachsprache übersetzenAnalogieGeduld
  6. 6

    Lernerfolg prüfen und die Instruktion verbessern

    Kompetenz E

    Du prüfst mit einer kleinen Praxisaufgabe, ob alle das Ziel erreicht haben, und holst mit einem kurzen Feedbackbogen Rückmeldungen ein. Die Erkenntnisse fliessen in die nächste Durchführung und in die Anleitung ein.

    Situation

    Nach der MFA-Schulung in der Arztpraxis melden sich zwei MPA eine Woche später beim Support, weil sie die Push-Meldung verpasst haben.

    Deine Aufgabe

    Werte das Feedback aus und passe die Instruktion an.

    Gutes Ergebnis

    Das Microsoft-Forms-Feedback zeigt: 7 von 9 fanden das Tempo gut, 2 wünschten mehr Übung. Du ergänzt in der Anleitung einen Abschnitt «Keine Meldung erhalten? Authenticator öffnen und Zahl eingeben» und planst 3 Minuten mehr Übungszeit ein.

    LernkontrolleFeedbackbogenMicrosoft FormsLessons Learnedkontinuierliche Verbesserung

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Zielgruppe und Lernbedarf

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Instruktion planen

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Anleitungen und Kurzreferenzen

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Durchführen und auf Fragen eingehen

Ziel 4Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Lernerfolg prüfen und verbessern

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Die neue Zeiterfassung der Bäckerei Kunz

Selin ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachfrau bei der Bäckerei-Konditorei Kunz AG in Wil SG, 55 Mitarbeitende in sechs Filialen. Ab nächstem Monat stempelt das ganze Verkaufspersonal nicht mehr mit Papierkarten, sondern mit einer App auf dem Smartphone. Selin soll dafür sorgen, dass alle die App am ersten Tag bedienen können.

  1. Kapitel 1

    Wer muss was können?

    Selin schickt eine Umfrage in Microsoft Forms mit sechs Fragen an alle 48 Betroffenen, 41 antworten. Neun Personen haben kein Firmenhandy, und die fünf Filialleiterinnen müssen zusätzlich Korrekturen genehmigen. Ausserdem merkt sie, dass die Frühschicht in Uzwil um 9 Uhr nie an einer Schulung teilnehmen kann. Sie bildet deshalb zwei Gruppen: Verkauf und Filialleitung.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Der Plan für 45 Minuten

    Für die Gruppe Verkauf formuliert Selin zwei Lernziele: Nach der Schulung kann jede Person ein- und ausstempeln und eine vergessene Buchung selbst korrigieren. Ihr Ablaufplan hat fünf Blöcke mit Zeit, Methode und Material. Ihr Berufsbildner streicht die geplanten zehn Minuten Theorie zum Datenschutz auf fünf zusammen, damit mehr Zeit zum Üben bleibt. Die Termine legt sie auf 14 Uhr, direkt nach der Frühschicht.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Eine Seite für die Kasse

    Selin erstellt mit Snagit eine A4-Kurzreferenz mit sechs nummerierten Schritten und markierten Screenshots. Beim Test mit einem Bäcker-Lernenden scheitert dieser am Wort «Saldo» und findet die Korrektur-Funktion nicht. Selin ersetzt den Begriff durch «Meine Stunden» und ergänzt einen Pfeil. Die Kurzreferenz kommt laminiert in jede Filiale, dazu ein Erklärvideo von 90 Sekunden aus Clipchamp.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    Schulung im Pausenraum

    Acht Verkäuferinnen und Verkäufer sitzen mit ihren Handys im Pausenraum, jede Person stempelt mit einem Testkonto mit. Ein Teilnehmer ist nach fünf Minuten fertig und bekommt eine Zusatzaufgabe, damit die anderen in Ruhe üben können. Eine Verkäuferin fragt: «Sieht die Chefin jetzt immer, wo ich bin?» Selin weiss es nicht sicher, notiert die Frage, klärt sie mit der Personalabteilung und schreibt am nächsten Morgen allen: Der Standort wird nur beim Stempeln geprüft, nicht dauernd.

    Ziel 4Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Hat es gewirkt?

    Zwei Wochen nach dem Start zeigt das System 23 Korrekturanträge, 15 davon aus nur zwei Filialen. Das Forms-Quiz mit fünf Fragen ergibt einen Schnitt von 4,1 Punkten, im Feedback loben viele das Video, finden die Schulung aber zu lang. Selin kürzt den Ablauf auf 30 Minuten und macht in den zwei Filialen eine Auffrischung von 15 Minuten direkt am Gerät. Danach sinken die Korrekturen auf vier pro Woche.

    Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Zielgruppe verstehen

    ca. 2 Std.

    Du übst, die richtigen Fragen zu stellen, bevor du überhaupt eine Folie öffnest. Wer zuerst die Leute kennt, plant viel treffsicherer.

    • Einen Fragebogen mit 6 bis 8 Fragen zum Vorwissen für eine Office-Umstellung erstellen
    • Zwei Personen aus dem Lehrbetrieb kurz interviewen: Was brauchst du täglich am PC?
    • Die Antworten in Basis- und Vertiefungsbedarf einteilen

    Trainiert Kompetenz A1

    Lernziel1

  2. 2

    Lernziele und Ablauf planen

    ca. 3 Std.

    Du formulierst überprüfbare Lernziele und baust einen Ablaufplan mit Zeit, Inhalt, Methode und Material.

    • Fünf schwammige Ziele wie «Teams kennenlernen» in überprüfbare Ziele umschreiben
    • Einen Ablaufplan als Tabelle für eine 30-minütige Instruktion erstellen
    • Den Plan mit deiner Berufsbildnerin oder einem Tutor besprechen

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    Unterlagen gestalten

    ca. 4 Std.

    Du erstellst eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine einseitige Kurzreferenz, die auch ohne dich verständlich sind.

    • Eine Anleitung «Abwesenheitsnotiz in Outlook einrichten» mit markierten Screenshots schreiben
    • Die Anleitung von einer fachfremden Person ausprobieren lassen und beobachten, wo sie hängen bleibt
    • Daraus eine A5-Kurzreferenz im Firmenlayout ableiten

    Trainiert Kompetenz C1C2

    Lernziel3

  4. 4

    Vorzeigen und üben lassen

    ca. 4 Std.

    Du trainierst die Durchführung, zuerst mit Kolleginnen und Kollegen, dann online in Teams.

    • Eine 10-minütige Mini-Instruktion vor der Klasse halten und filmen
    • Dieselbe Instruktion in Teams mit Fensterfreigabe durchführen
    • Typische Zwischenfragen sammeln und Antworten in einfacher Sprache vorbereiten

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel45

  5. 5

    Wirkung prüfen und verbessern

    ca. 2 Std.

    Du baust eine Lernkontrolle und einen Feedbackbogen und leitest konkrete Verbesserungen ab.

    • Eine Praxisaufgabe formulieren, die zeigt, ob das Lernziel erreicht ist
    • Einen Feedbackbogen mit 5 Fragen in Microsoft Forms erstellen
    • Aus den Rückmeldungen drei Verbesserungen für Anleitung und Ablauf ableiten

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel6

  6. 6

    Komplette Instruktion im Lehrbetrieb

    ca. 4 Std.

    Du planst, dokumentierst und hältst eine echte Instruktion für Mitarbeitende deines Lehrbetriebs, so wie im Kompetenznachweis.

    • Thema mit dem Betrieb abstimmen, zum Beispiel neue Drucker oder MFA
    • Bedarf, Lernziele, Ablauf, Anleitung und Feedback in einem Dossier zusammenstellen
    • Instruktion durchführen und eine kurze Selbstreflexion schreiben

    Trainiert Kompetenz A2B3D3E3

    Lernziel12346

Üben

Übungen aus der Praxis

Anleitung für die neue E-Mail-Signatur

Einstieg Einstieg

Ein Elektroinstallationsgeschäft in Thun hat ein neues Logo. Alle 18 Mitarbeitenden sollen ihre Outlook-Signatur selbst anpassen, weil keine zentrale Signaturverwaltung vorhanden ist.

Weist nach C1

  1. Den Ablauf in Outlook selbst durchspielen und jeden Klick notieren
  2. Eine Anleitung mit maximal 8 nummerierten Schritten und markierten Screenshots schreiben
  3. Eine Vorlage der Signatur zum Kopieren an den Anfang stellen
  4. Die Anleitung von einer Person ausserhalb der IT testen lassen
Tipp anzeigen

Pro Schritt genau eine Handlung. Schreib die Namen der Schaltflächen exakt so, wie sie in Outlook stehen, und setz sie fett.

Lösungsskizze anzeigen

Titel und Zweck in einem Satz, dann Vorlage zum Kopieren, dann Schritte: Datei, Optionen, E-Mail, Signaturen, Neu, Name vergeben, Text einfügen, als Standard für neue Nachrichten und Antworten wählen. Jeder Screenshot zeigt nur den relevanten Ausschnitt mit rotem Rahmen. Am Ende: «Funktioniert etwas nicht? Ticket an support@...»

MFA-Einführung für ein Reisebüro planen

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Reisebüro mit 8 Mitarbeitenden in Luzern aktiviert Multifaktor-Authentifizierung für Microsoft 365. Drei Personen haben ein privates Android-Handy, vier ein iPhone, eine Person will keine App auf dem privaten Gerät.

Weist nach A2B2

  1. Bedarf und Sonderfälle der Zielgruppe festhalten
  2. Zwei überprüfbare Lernziele formulieren
  3. Einen Ablaufplan für 25 Minuten mit Zeit, Inhalt, Methode und Material erstellen
  4. Eine Lösung für die Person ohne App einplanen
Tipp anzeigen

Denk daran, dass die Leute die App während der Schulung auf ihrem eigenen Handy installieren. Plane Zeit für App-Store-Passwörter ein, die niemand mehr weiss.

Lösungsskizze anzeigen

Lernziele: Anmeldung mit Authenticator selbstständig durchführen und wissen, was bei Handywechsel zu tun ist. Ablauf: Warum MFA (Beispiel Phishing), Vorzeigen am Beamer, Einrichten am eigenen Handy in Zweiergruppen, Testanmeldung, Fragen. Sonderfall: Hardware-Token (FIDO2-Schlüssel) oder SMS als Alternative mit der Geschäftsleitung klären.

Teams-Schulung durchführen und auswerten

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Eine Stiftung für betreutes Wohnen in St. Gallen ersetzt E-Mail-Verteiler durch Teams-Kanäle. Die 14 Betreuungspersonen arbeiten im Schichtbetrieb und haben unterschiedliche PC-Kenntnisse. Pro Schicht hast du 40 Minuten.

Weist nach C2D3E3

  1. Bedarf abklären und die Gruppe sinnvoll aufteilen
  2. Ablaufplan, Anleitung und Kurzreferenz erstellen
  3. Die Schulung mit einer Übungsaufgabe pro Person durchführen
  4. Feedback mit Microsoft Forms einholen und auswerten
  5. Drei konkrete Verbesserungen dokumentieren
Tipp anzeigen

Leute im Schichtbetrieb lesen Teams oft am Handy. Zeig die Funktionen auch in der mobilen App, nicht nur am PC.

Lösungsskizze anzeigen

Zwei Niveaugruppen. Lernziele: Beitrag im Kanal lesen und beantworten, Person erwähnen, Datei aus dem Kanal öffnen. Vorzeigen am Beamer, dann Übung: Jede Person beantwortet einen vorbereiteten Beitrag und erwähnt eine Kollegin. Lernkontrolle über die erledigte Übung im Kanal. Auswertung: Tempo, Verständlichkeit, offene Fragen. Verbesserungen zum Beispiel mehr Zeit für die Handy-App, Kurzreferenz auch als PDF im Kanal.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Warum klärst du das Vorwissen ab, bevor du die Schulung planst?

Damit du weder unterforderst noch überforderst. Du erklärst nur, was die Leute wirklich brauchen, und planst Zeit dort ein, wo sie unsicher sind.

Was ist an dem Lernziel «Die Teilnehmenden kennen Teams» problematisch?

Es ist nicht überprüfbar. Besser: «Du kannst in einem Kanal einen Beitrag beantworten und eine Kollegin mit @ erwähnen.»

Welche vier Stufen hat die klassische Vier-Stufen-Methode?

Vorbereiten und erklären, vormachen, nachmachen lassen, selbstständig üben.

Was macht einen Schritt in einer guten Anleitung aus?

Eine einzige Handlung, exakte Bezeichnung der Schaltfläche, ein Screenshot mit Markierung und, wenn nötig, das erwartete Ergebnis.

Worauf achtest du bei einer Online-Schulung in Teams besonders?

Nur ein Fenster teilen, Benachrichtigungen ausschalten, langsamer klicken, die Maus ruhig halten und regelmässig nachfragen, ob alle mitkommen.

Jemand fragt zum dritten Mal dasselbe. Wie reagierst du?

Ruhig bleiben, die Erklärung anders formulieren oder einen Vergleich nutzen und der Person anbieten, es nach der Schulung einzeln nochmals anzuschauen.

Wie prüfst du, ob die Instruktion gewirkt hat?

Mit einer kleinen Praxisaufgabe, die jede Person allein lösen muss, und mit einem kurzen Feedbackbogen. Später helfen auch die Supporttickets zum Thema.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Zu viel auf einmal zeigen: Nach drei bis vier neuen Funktionen ist die Aufnahmefähigkeit erschöpft.
  • Selbst klicken statt die Teilnehmenden klicken zu lassen. Wer nur zuschaut, kann es danach nicht.
  • Fachbegriffe wie «Tenant», «Sync-Client» oder «Policy» verwenden, ohne sie zu übersetzen.
  • Anleitungen mit Screenshots aus einer anderen Version oder Sprache erstellen. Dann sehen die Leute etwas anderes als auf ihrem Bildschirm.
  • Keine Testkonten vorbereiten und während der Schulung mit echten Daten oder dem eigenen Admin-Konto arbeiten.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Leg im Dossier die Reihenfolge Bedarf, Lernziele, Ablaufplan, Unterlagen, Durchführung, Auswertung fest. So sieht man deinen roten Faden.
  • Formuliere jedes Lernziel mit einem beobachtbaren Verb wie «einrichten», «freigeben» oder «weiterleiten».
  • Plane im Ablaufplan einen Zeitpuffer von etwa 10 Prozent ein und notiere, was du weglässt, falls es knapp wird.
  • Teste deine Anleitung vor der Abgabe mit jemandem, der das Programm nicht kennt.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Instruktion
Kurze, praxisnahe Schulung, in der Personen eine konkrete Tätigkeit am Gerät lernen.
Zielgruppenanalyse
Abklärung von Vorwissen, Arbeitsalltag und Erwartungen der Personen, die geschult werden.
Lernziel
Beschreibung dessen, was eine Person nach der Schulung beobachtbar können soll.
Ablaufplan
Tabelle mit Zeit, Inhalt, Methode und Material für jede Phase einer Schulung.
Vier-Stufen-Methode
Unterweisungsmethode: erklären, vormachen, nachmachen lassen, selbstständig üben.
Quick Reference Card
Einseitige Kurzanleitung mit den wichtigsten Schritten für den Arbeitsplatz.
Lernkontrolle
Aufgabe oder Frage, mit der man prüft, ob ein Lernziel erreicht wurde.
Feedbackbogen
Kurzer Fragebogen, mit dem Teilnehmende Inhalt, Tempo und Unterlagen bewerten.

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Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
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Ah, dann kommt sie zweimal vor …
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So helfen wir dir bei Modul 214

  • Wir prüfen mit dir die Lernziele deiner geplanten Instruktion und formulieren sie gemeinsam so um, dass sie überprüfbar sind.
  • Wir lesen deine Anleitung wie eine fachfremde Person und zeigen dir genau, bei welchem Schritt man hängen bleibt.
  • Du hältst deine Instruktion probeweise per Teams vor einer Tutorin oder einem Tutor und bekommst Rückmeldung zu Tempo, Sprache und Bildschirmfreigabe.
  • Wir gehen dein Dossier für den Kompetenznachweis durch und prüfen, ob Bedarf, Ablaufplan, Unterlagen und Auswertung zusammenpassen.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

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