304

Systeme & Betrieb · PC in Betrieb nehmen

Einzelplatzcomputer in Betrieb nehmen

Du lernst, einen PC aus Komponenten zusammenzubauen oder ein neues Gerät auszupacken, Windows zu installieren und den Arbeitsplatz fertig eingerichtet an eine Person zu übergeben.

Einstieg Einstieg ca. 14 Std. SelbststudiumICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · üK
#Hardware#PC-Montage#UEFI#Windows 11#Treiber#Komponenten#Inbetriebnahme#Übergabeprotokoll#Arbeitsplatz

Überblick

Worum geht es?

Dieses Modul ist dein Einstieg in die Arbeit mit Hardware. Du lernst die Komponenten eines Computers kennen, wählst sie passend zu einem Einsatzzweck aus und baust einen PC sicher zusammen. Danach richtest du UEFI ein, installierst Windows, Treiber und Updates, legst Benutzer an und installierst die wichtigsten Programme. Zum Schluss prüfst du alles mit einer Checkliste und übergibst den Arbeitsplatz mit Protokoll. Am Ende kannst du einen Einzelplatzcomputer von der Bestellung bis zur Übergabe selbstständig in Betrieb nehmen.

Wofür brauchst du das?

Einen Computer einrichten gehört zu den häufigsten Aufträgen im ersten Lehrjahr als ICT-Fachperson. Wer Komponenten versteht, kann bei Problemen schneller einschätzen, ob ein Teil defekt ist, und bei Beschaffungen sinnvoll beraten. Das Modul legt die Basis für 305 (Betriebssysteme), 126 (Peripheriegeräte) und 261 (Endgeräte im Netz).

Das solltest du schon können

  • Einen Windows-Computer im Alltag sicher bedienen: Dateien verwalten, Einstellungen öffnen, Programme starten
  • Grundbegriffe wie Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte schon einmal gehört haben
  • Wissen, wie ein Computer per Kabel oder WLAN ins Netzwerk kommt (parallel zum Modul möglich) (Modul 117)

Typische Tools & Technologien

Windows 11 ProUEFI / BIOSMedia Creation Tool / RufusHWiNFO / CPU-ZCrystalDiskInfoGeräte-ManagerMicrosoft-Konto / Entra IDHerstellertools (Lenovo Vantage, HP Support Assistant, Dell Command Update)

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Hardware-Komponenten passend zum Einsatzzweck auswählen

    Kompetenz A

    Du kennst die Aufgaben von CPU, RAM, SSD, Mainboard, Grafikkarte und Netzteil und weisst, welche Werte wichtig sind. So kannst du für einen Büro-PC, einen CAD-Arbeitsplatz oder einen Empfangs-PC sinnvoll auswählen, ohne zu viel oder zu wenig zu kaufen.

    Situation

    Ein Ingenieurbüro in Frauenfeld braucht einen PC für einen Zeichner, der mit CAD-Software arbeitet. Budget: CHF 2000 ohne Monitore.

    Deine Aufgabe

    Stelle eine passende Konfiguration zusammen und begründe sie.

    Gutes Ergebnis

    CPU mit 8 Kernen und hohem Takt, 32 GB RAM, 1 TB NVMe-SSD, zertifizierte Workstation-Grafikkarte mit 8 GB, 650-W-Netzteil mit 80-Plus-Gold. Total ca. CHF 1850. Begründung: CAD braucht hohe Einzelkernleistung und eine Grafikkarte mit Treiberzertifizierung.

    CPURAMSSD (NVMe / SATA)Mainboard / SockelNetzteilKompatibilität
  2. 2

    Einen PC sicher zusammenbauen und Komponenten tauschen

    Kompetenz B

    Du baust Komponenten in der richtigen Reihenfolge ein, schützt sie vor elektrostatischer Entladung und verkabelst sauber. Das gleiche Vorgehen brauchst du, wenn du später RAM aufrüstest oder eine defekte SSD tauschst.

    Situation

    Im Lehrbetrieb soll ein Schulungs-PC von 8 auf 16 GB RAM aufgerüstet und die alte 256-GB-SSD durch 1 TB ersetzt werden.

    Deine Aufgabe

    Führe die Aufrüstung durch, ohne Daten oder Hardware zu beschädigen.

    Gutes Ergebnis

    PC ausgeschaltet und vom Strom getrennt, ESD-Armband angelegt. Passendes DDR4-Modul in den richtigen Slot nach Mainboard-Handbuch gesteckt (Dual Channel). Neue SSD eingebaut, System geklont, alte SSD sicher gelöscht. Im UEFI 16 GB und neue SSD erkannt.

    ESD-SchutzDual ChannelM.2-SteckplatzKabelmanagementMainboard-Handbuch
  3. 3

    UEFI-Einstellungen für einen sicheren Start vornehmen

    Kompetenz C

    Bevor das Betriebssystem kommt, prüfst du die Firmware-Einstellungen: Bootreihenfolge, Secure Boot, TPM, Datum und Uhrzeit, Firmware-Version. Diese Einstellungen sind die Voraussetzung für Windows 11 und für BitLocker.

    Situation

    Beim Installieren von Windows 11 auf einem selbst gebauten PC erscheint 'Dieser PC erfüllt nicht die Systemanforderungen'.

    Deine Aufgabe

    Finde heraus, was fehlt, und behebe es im UEFI.

    Gutes Ergebnis

    Im UEFI ist das Firmware-TPM (Intel PTT) deaktiviert und der Start steht auf CSM/Legacy. PTT aktiviert, CSM ausgeschaltet, Secure Boot eingeschaltet, Installation läuft durch. UEFI zuvor auf die neueste Version aktualisiert.

    UEFI / BIOSBootreihenfolgeSecure BootTPM 2.0CSM / LegacyFirmware-Update
  4. 4

    Windows installieren und mit Treibern und Updates aktuell machen

    Kompetenz D

    Du erstellst einen Installations-USB-Stick, installierst Windows mit einer sinnvollen Partitionierung und bringst das System auf den aktuellen Stand. Fehlende Treiber findest du im Geräte-Manager und holst sie beim Hersteller, nicht von Treiber-Download-Seiten.

    Situation

    Nach der Installation auf einem Lenovo-Desktop zeigt der Geräte-Manager zwei unbekannte Geräte, und das WLAN fehlt.

    Deine Aufgabe

    Bring alle Geräte zum Laufen.

    Gutes Ergebnis

    Über LAN-Kabel Windows Update ausgeführt, das ein Gerät löst. Für das zweite die Hardware-ID im Geräte-Manager kopiert und den Chipsatztreiber über Lenovo Vantage installiert. Kein gelbes Ausrufezeichen mehr, WLAN funktioniert.

    InstallationsmediumGPT-PartitionierungGeräte-ManagerHardware-IDWindows UpdateHerstellertool
  5. 5

    Den Arbeitsplatz für die Benutzerin oder den Benutzer einrichten

    Kompetenz E

    Du legst Konten mit passenden Rechten an, installierst die benötigte Software, richtest Drucker, Mail und Datenablage ein und passt Einstellungen wie Energiesparplan oder Monitorauflösung an. Benutzende arbeiten ohne Adminrechte.

    Situation

    Eine neue Sachbearbeiterin einer Gemeindekanzlei braucht einen PC mit Office, PDF-Reader, Fachsoftware für die Einwohnerkontrolle und zwei Monitore.

    Deine Aufgabe

    Richte den Arbeitsplatz fertig ein.

    Gutes Ergebnis

    Gerät mit dem Firmenkonto verbunden, Benutzerin als Standardbenutzer. Microsoft 365 Apps, Adobe Acrobat Reader und Fachsoftware installiert. Beide Monitore auf native Auflösung, Netzlaufwerk und Drucker verbunden, OneDrive synchronisiert die Dokumente.

    Standardbenutzer vs. AdministratorSoftwareinstallationLizenzenAnzeigeeinstellungenDatenablage
  6. 6

    Den Computer testen und mit Protokoll übergeben

    Kompetenz F

    Du prüfst alle Funktionen mit einer Checkliste, hältst Seriennummer und Konfiguration fest und erklärst der Person bei der Übergabe die wichtigsten Punkte. Mit der Unterschrift ist klar, dass alles funktioniert hat.

    Situation

    Der CAD-PC aus dem Ingenieurbüro ist fertig und soll am Montag an den Zeichner gehen.

    Deine Aufgabe

    Teste den PC und bereite die Übergabe vor.

    Gutes Ergebnis

    Checkliste: Start ohne Fehler, alle Treiber ok, Windows aktuell, SSD-Zustand 100 % in CrystalDiskInfo, Belastungstest 30 Minuten ohne Absturz, CAD-Software startet, Netzlaufwerk und Drucker ok. Übergabeprotokoll mit Seriennummer, Konfiguration, Garantie bis 2029 und Unterschrift.

    FunktionstestBelastungstestInventarÜbergabeprotokollGarantie

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Komponenten wählen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

PC montieren

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

UEFI einrichten

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Windows installieren

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Arbeitsplatz einrichten

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Testen und übergeben

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Ein CAD-Arbeitsplatz für die Zimmerei Landolt

Leandro ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachmann bei der Computer Atelier Glarus AG, 9 Mitarbeitende. Die Zimmerei Landolt in Näfels stellt eine Zeichnerin ein, die mit einer 3D-Holzbausoftware arbeitet. Leandro soll den Arbeitsplatz zusammenstellen, bauen, einrichten und übergeben, das Budget liegt bei CHF 2'400.

  1. Kapitel 1

    Was braucht die CAD-Software?

    Leandro liest die Systemanforderungen des Herstellers: 8 Kerne, 32 GB RAM, schnelle SSD und eine Grafikkarte mit 8 GB Speicher. Seine erste Liste kommt auf CHF 2'750. Er streicht das teure Mainboard mit Funktionen, die niemand braucht, und ersetzt das 1000-Watt-Netzteil durch ein effizientes 650-Watt-Modell. Mit CHF 2'360 inklusive Windows bleibt er im Budget, ohne bei Prozessor und Grafikkarte zu sparen.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Montage auf der Werkbank

    Leandro baut den PC auf der ESD-Matte mit Armband zusammen: zuerst CPU, Kühler und RAM auf das Mainboard, dann alles ins Gehäuse. Beim ersten Einschalten drehen die Lüfter, aber der Bildschirm bleibt schwarz und die Debug-LED DRAM leuchtet. Im Handbuch sieht er, dass zwei Module in die Slots A2 und B2 gehören, nicht in A1 und B1. Nach dem Umstecken startet der PC sofort.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Bevor Windows kommt

    Im UEFI aktualisiert Leandro zuerst die Firmware, weil die Release Notes eine bessere Speicherstabilität versprechen. Danach aktiviert er Secure Boot und das TPM und setzt den USB-Stick an die erste Stelle der Bootreihenfolge. Nach der Installation von Windows 11 Pro fehlt der Treiber für den 2,5-Gbit-Netzwerkanschluss, und ohne Netz gibt es auch keine Updates. Er holt den Treiber auf einem zweiten PC von der Herstellerseite, installiert ihn per USB-Stick und spielt anschliessend 14 Updates ein.

    Ziel 3Ziel 4

  4. Kapitel 4

    Eingerichtet für Frau Stucki

    Für die Zeichnerin legt Leandro ein Standardkonto an, das Admin-Konto bleibt bei der IT. Er installiert die CAD-Software, Office und einen PDF-Reader, verbindet das Netzlaufwerk mit den Projekten und den A1-Plotter. Der zweite 27-Zoll-Monitor läuft nur mit 30 Hz, weil ein altes HDMI-Kabel beilag, mit einem DisplayPort-Kabel sind es 60 Hz. Den Energiesparplan stellt er so ein, dass der PC beim Rendern nicht in den Ruhezustand geht.

    Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Übergabe mit Unterschrift

    Leandro prüft den Arbeitsplatz mit einer Checkliste aus 20 Punkten und lässt einen Belastungstest von 30 Minuten laufen, die CPU erreicht höchstens 78 Grad. Im Übergabeprotokoll hält er Seriennummern, Konfiguration und Testergebnisse fest. In 20 Minuten zeigt er Frau Stucki Anmeldung, Ablage und Plotter. Der Lizenzschlüssel für die CAD-Software kommt erst am Montag, Leandro trägt das als offenen Punkt mit Datum ein und nimmt ihn als neuen Prüfpunkt in die Checkliste auf.

    Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Was steckt im Computer?

    ca. 3 Std.

    Du lernst die wichtigsten Komponenten kennen und liest Datenblätter, bis du Kennzahlen sicher einordnen kannst.

    • Einen alten PC zerlegen und jede Komponente benennen und fotografieren
    • Mit HWiNFO oder CPU-Z die Komponenten deines eigenen Geräts auslesen
    • Drei Angebote von Schweizer Online-Händlern vergleichen und Unterschiede notieren

    Trainiert Kompetenz A1

    Lernziel1

  2. 2

    Zusammenbauen

    ca. 3 Std.

    Du baust einen PC Schritt für Schritt zusammen und achtest auf ESD-Schutz und Ordnung.

    • CPU, Kühler, RAM und M.2-SSD auf dem Mainboard montieren
    • Mainboard, Netzteil und Laufwerke ins Gehäuse einbauen und sauber verkabeln
    • Ersten Start ins UEFI durchführen und Komponenten kontrollieren

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    UEFI und Installation

    ca. 3 Std.

    Du bereitest die Firmware vor und installierst Windows von einem USB-Stick.

    • Einen Installations-Stick mit dem Media Creation Tool erstellen
    • UEFI aktualisieren, Secure Boot und TPM aktivieren, Bootreihenfolge setzen
    • Windows 11 Pro installieren und die Partitionen mit der Datenträgerverwaltung anschauen

    Trainiert Kompetenz C1C2D1

    Lernziel34

  4. 4

    Treiber und Updates

    ca. 2 Std.

    Du bringst das System auf den aktuellen Stand und löst Treiberprobleme systematisch.

    • Windows Update vollständig durchlaufen lassen
    • Unbekannte Geräte im Geräte-Manager über die Hardware-ID zuordnen
    • Das Herstellertool installieren und Firmware sowie Treiber prüfen

    Trainiert Kompetenz D2D3

    Lernziel4

  5. 5

    Arbeitsplatz fertigstellen

    ca. 2 Std.

    Du richtest den PC für eine konkrete Person ein, wie es im Betrieb verlangt wird.

    • Ein Standardbenutzerkonto und ein separates Admin-Konto anlegen
    • Office, PDF-Reader und eine Fachanwendung installieren
    • Drucker, Netzlaufwerk und zwei Monitore einrichten

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  6. 6

    Prüfen und übergeben

    ca. 2 Std.

    Du testest den Arbeitsplatz vollständig und spielst die Übergabe durch.

    • Eine eigene Prüfcheckliste mit mindestens zwölf Punkten erstellen und abarbeiten
    • Ein Übergabeprotokoll mit Seriennummern und Konfiguration ausfüllen
    • Die Übergabe im Rollenspiel in fünf Minuten durchführen

    Trainiert Kompetenz A2E3F1F2F3

    Lernziel615

Üben

Übungen aus der Praxis

Büro-PC zusammenstellen

Einstieg Einstieg

Eine Bäckerei mit Filialen im Kanton Freiburg braucht für das Büro einen PC für Buchhaltung, Mail und Office. Budget: CHF 900 inkl. Windows-Lizenz, ohne Monitor.

Weist nach A1A2

  1. Anforderungen an CPU, RAM und Speicher festlegen
  2. Eine Konfiguration bei einem Schweizer Online-Händler zusammenstellen
  3. Prüfen, ob alle Teile kompatibel sind und Windows 11 unterstützt wird
Tipp anzeigen

Für Büroarbeit sind eine schnelle SSD und genug RAM wichtiger als eine starke Grafikkarte. Prüfe Sockel und RAM-Typ.

Lösungsskizze anzeigen

Aktuelle 6-Kern-CPU mit integrierter Grafik, 16 GB DDR5, 512-GB-NVMe-SSD, passendes Mainboard mit WLAN, Markennetzteil 450 W, kompaktes Gehäuse, Windows 11 Pro. Alternativ ein fertiger Business-PC eines Markenherstellers mit 3 Jahren Vor-Ort-Garantie, oft sinnvoller für ein KMU.

Neu gebauter PC startet nicht

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Lernender hat im üK einen PC zusammengebaut. Beim Einschalten drehen sich die Lüfter, aber der Bildschirm bleibt schwarz. Die Debug-LED 'DRAM' leuchtet.

Weist nach B2B3C1

  1. Mögliche Ursachen anhand der LED eingrenzen
  2. Die Prüfungen in einer sinnvollen Reihenfolge durchführen
  3. Den Fehler beheben und dokumentieren
Tipp anzeigen

Die LED zeigt auf den Arbeitsspeicher. Schau ins Mainboard-Handbuch, welche Slots bei zwei Modulen belegt werden sollen.

Lösungsskizze anzeigen

Strom aus, ESD-Schutz. RAM-Module prüfen: richtig eingerastet? Richtige Slots laut Handbuch (z.B. A2 und B2)? Mit nur einem Modul testen, dann tauschen, um ein defektes Modul zu finden. Im Beispiel war ein Modul nicht ganz eingerastet. Nach dem Einrasten startet der PC ins UEFI.

Kompletter Arbeitsplatz für eine neue Mitarbeiterin

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

In einer Treuhandfirma in Biel beginnt am Montag eine neue Mitarbeiterin. Geliefert wurden ein Business-PC, zwei 27-Zoll-Monitore, Tastatur, Maus und Headset. Sie braucht Office, Abacus-Client, PDF-Editor, Zugriff auf das Laufwerk T: und den Etagendrucker.

Weist nach C2D3E3F3

  1. Lieferung prüfen und Seriennummern erfassen
  2. UEFI kontrollieren, Windows aktualisieren und Herstellertreiber installieren
  3. Konto, Software, Laufwerk, Drucker und Monitore einrichten
  4. Alle Funktionen mit einer Checkliste testen
  5. Ein Übergabeprotokoll erstellen und die Übergabe planen
Tipp anzeigen

Plane so, dass du die Software mit ihrem Konto testen kannst. Viele Probleme zeigen sich erst ohne Adminrechte.

Lösungsskizze anzeigen

Wareneingang mit Lieferschein, Inventar. UEFI: Secure Boot, TPM, aktuelle Firmware. Windows Updates und Herstellertool. Standardkonto für die Mitarbeiterin, Software installiert, T: und Drucker verbunden, Monitore auf 2560x1440. Test mit ihrem Konto: Abacus-Anmeldung, Drucken, Headset in Teams. Protokoll mit Seriennummern, Softwareliste und Unterschriftsfeld.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Was ist der Unterschied zwischen RAM und SSD?

RAM ist der schnelle Arbeitsspeicher für laufende Programme und verliert seinen Inhalt beim Ausschalten. Die SSD speichert Daten dauerhaft.

Welche zwei UEFI-Einstellungen braucht Windows 11 zwingend?

Ein aktiviertes TPM 2.0 und Start im UEFI-Modus mit Secure-Boot-Fähigkeit.

Warum trägst du beim Einbau von Komponenten ein ESD-Armband?

Elektrostatische Entladung aus deinem Körper kann empfindliche Bauteile beschädigen, oft ohne sichtbare Spuren.

Woher holst du fehlende Treiber?

Über Windows Update oder direkt beim Hersteller des Geräts bzw. der Komponente, nie über Treiber-Sammelseiten.

Was zeigt ein gelbes Ausrufezeichen im Geräte-Manager?

Ein Gerät ohne passenden Treiber oder mit einem Fehler. Über die Hardware-ID findest du heraus, um welches Gerät es sich handelt.

Warum arbeiten Benutzende ohne Adminrechte?

Damit Schadsoftware und versehentliche Änderungen das System nicht beschädigen können.

Was gehört in ein Übergabeprotokoll?

Gerät mit Seriennummer, Zubehör, installierte Software, getestete Funktionen, Datum, Namen und Unterschriften.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Komponenten einbauen, während das Netzteil noch am Strom hängt.
  • Zwei RAM-Module in die falschen Slots stecken und damit Dual Channel verschenken.
  • Treiber von dubiosen Download-Seiten installieren und sich Adware einfangen.
  • Den Arbeitsplatz nur mit dem eigenen Admin-Konto testen. Mit dem Benutzerkonto zeigen sich dann neue Fehler.
  • Seriennummern nicht erfassen. Bei einem Garantiefall oder Diebstahl fehlen dann die Angaben.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Arbeite nach einer Checkliste und hake sichtbar ab. Ordnung und Nachvollziehbarkeit werden im üK bewertet.
  • Halte die Reihenfolge ein: Hardware, UEFI, Windows, Treiber, Updates, Software, Test, Übergabe.
  • Fotografiere die Verkabelung vor dem Schliessen des Gehäuses. Das ist ein guter Nachweis.
  • Begründe Komponentenwahl immer mit dem Einsatzzweck, nicht mit 'je mehr, desto besser'.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

CPU
Prozessor, der die Befehle von Programmen ausführt.
RAM
Arbeitsspeicher für laufende Programme und Daten. Wird beim Ausschalten gelöscht.
NVMe-SSD
Sehr schneller Datenspeicher, der direkt über PCIe angebunden ist, meist im M.2-Format.
UEFI
Moderne Firmware, die den Computer startet und Einstellungen wie Bootreihenfolge und Secure Boot verwaltet.
TPM
Sicherheitschip, der Schlüssel speichert. Voraussetzung für Windows 11 und BitLocker.
Treiber
Software, die dem Betriebssystem erklärt, wie es mit einer Hardware-Komponente umgehen muss.
ESD
Elektrostatische Entladung, die elektronische Bauteile beschädigen kann.
Übergabeprotokoll
Dokument, das festhält, welches Gerät in welchem Zustand an wen übergeben wurde.

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So helfen wir dir bei Modul 304

  • Wir erklären dir die Komponenten an Bildern und echten Datenblättern und üben mit dir, Kennzahlen zu vergleichen und eine Konfiguration zu begründen.
  • Wir gehen mit dir typische Startprobleme wie Debug-LEDs, Pieptöne und schwarze Bildschirme durch, damit du im üK ruhig bleibst.
  • Wir erstellen mit dir eine eigene Checkliste und ein Übergabeprotokoll, das du im üK und im Betrieb wiederverwenden kannst.
  • Vor dem Kompetenznachweis spielen wir den Ablauf von der Lieferung bis zur Übergabe einmal unter Zeitdruck durch und besprechen deine Dokumentation.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

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